Berichte 16. bis 31. März 2017

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Donnerstag, 16. März 2017

Mit einem Taxifahrer, der sich über die dicken Frauen in Myanmar beschwert, fahren wir in die Stadt Yangon. Um mich zu integrieren kaufe ich etwas von der weissen Thanaka um mich wie die Birmanesen zu schminken.

Wir treffen auf junge Leute, die Chinlone spielen, eine Art Volleyball nur mit Füssen und Kopf. Gespielt wird mit einem Bambusball. Ich spiele einige Minuten mit, bin aber um Welten schlechter als die Einheimischen.

Mit einem mit Wifi ausgestatteten Nachtbus fahren wir in Richtung Bagan.

Freitag, 17. März 2017

Übermüdet kommen wir in Bagan an und werden direkt von Taxifahrern belagert, die uns zu astronomischen Preisen ins nahegelegene Old Bagan bringen wollen. Nach einiger Zeit finden wir einen Fahrer, der zwar immer noch einen hohen aber verkraftbaren Preis anbietet.

Im Hotel können wir E-Bikes mieten und damit die Ruinen von Bagan erkunden, extrem spannend. Viele Tempel verfügen über Treppen die auf die Dächer führen von wo aus man wunderschöne Ausblicke geniessen kann.

Auf einem dieser Dächer geniessen wir den Sonnenuntergang.

 

Samstag, 18. März 2017

Früh aufstehen ist angesagt, denn schon um 06:13 geht die Sonne auf. Das heisst um 05:30 buchen wir ein Taxi, das uns zum höchsten Tempel von Bagan fährt. Wie erwartet sind wir nicht ganz die einzigen Touristen.

Die Ballonfahrt lassen wir aus, da uns 300$ doch ziemlich teuer erscheinen.

Am Nachmittag unternehmen wir eine Velotour. Schnell entwickelt sich die Tour zu einer Marktbummelei auf einem riesigen lokalen Markt. Die Einheimischen freuen sich sehr über meine Schminke und den Longyi.

Sonntag, 19. März 2017

Schon wieder nichts mit ausschlafen. Um 04:45 stehen wir auf um das Boot nach Mandalay zu erwischen, welches um 05:30 ablegt. Die doch teure Bootsfahrt ist ihren Preis wert. Am Ufer kann man die Leute beobachten wie sie ihrem Alltag nachgehen ohne sich den Touristen anzupassen.

Ich nerve mich ziemlich über die Mitfahrenden. Beim Mittagessen gehören Heinz und ich zu den wenigen die ausessen. 20 Meter weiter am Ufer sehen wir arme Kinder, welche kaum genug zu Essen haben und die Touristen werfen die Hälfte ihrer Mahlzeiten einfach weg. Löst bei mir viele negative Gefühle aus.

Vom Hafen in Mandalay wandern wir zu unserem Hotel durch vom Tourismus kaum berührte Quartiere.
Ich gehe sehr früh zu Bett während Heinz noch in den Ausgang geht.

Montag, 20. März 2017

Wir besuchen die berühmte U-Bein-Brücke und nerven uns einmal mehr über die hohen Taxipreise. Für den Rückweg suchen wir einen Bus für Einheimische. Die Suche gestaltet sich als schwieriger als gedacht. Wir laufen etwa 4 km, besuchen Web- und Spinnfabriken und kaufen ein, bevor wir schlussendlich tatsächlich einen Bus finden. Die holprige Fahrt, eingequetscht zwischen den Einheimischen kostet gerade mal einen Fünftel des Taxis und ist sehr spannend.

Wir haben vor den Mandalay Palace zu besuchen. Wir treffen einen Taxifahrer, der uns erklärt, dass der Besuch im Palast ziemlich teuer ist, und das ganze Geld direkt zu den Militärs fliesst. Er bietet an zum selben Preis mit uns eine Rundfahrt durch die ganze Stadt zu machen. Er erzählt viele Witze, die wir meist nur zur Hälfte verstehen und bringt uns zu einer Handschnitzerei für Buddhas, einem schönen Tempel und zum Mandalay Hill.

Erschöpft gehen wir zu Bett.

Dienstag, 21. März 2017

Einmal mehr heisst es früh aufstehen. Um 04:00 fährt unser Zug in Richtung Norden nach Hsipaw ab. 12 Stunden fahren wir durch wunderschöne Agrarlandschaften und überqueren das Goteik-Viadukt, ein Überbleibsel aus der Kolonialzeit.

Abendessen gibt es auf einer idyllischen Terrasse mit Blick auf den Fluss.

Mittwoch, 22. März 2017

Gestärkt vom wahrscheinlich besten Frühstück unserer Reise im Hotel Lily The Home machen wir uns zu Fuss auf den Weg in die umliegenden kleinen Dörfer.

In einem Dorftempel treffen wir auf zwei 6 jährige Mönche, ich hätte am liebsten einen adoptiert, so „herzig“ sind die.

Donnerstag, 23. März 2017

Plötzlich wird uns bewusst, dass Hsipaw 1000 km nördlich von Mae Sot dem vorgesehen Grenzübergang liegt. Die Fahrt in den Süden entpuppt sich als ziemlich strapaziös. Von 09:00 bis 16:00 fahren wir Zug, gefolgt von einer zweistündigen Taxifahrt zum Busbahnhof von Mandalay. Glücklicherweise finden wir direkt einen Bus nach Mae Sot und haben keine Wartezeit. Nur leider erwischen wir einen Bus mit komplett inkompetentem Fahrer. Sein sehr holpriger Fahrstil bringt den einen oder anderen Mitfahrenden zum Erbrechen. Glücklicherweise sind ausreichen Plastiksäcke vorhanden.

Freitag, 24. März 2017

Froh die Strapazen nun hinter uns zu haben kommen wir nach total 24 Stunden Fahrt in Mae Sot an. Zurück in Thailand holen wir das Kamel bei Ray ab und fahren weiter in Richtung heisse Quellen. In den angenehm warmen Bädern überrascht uns ein Tropensturm. Der Wind und das Wetterleuchten aus dem warmen Wasser aus zu beobachten ist ein sehr spektakuläres Erlebnis.

Samstag, 25. März 2017

Freudiges Wiedersehen mit Stephan, Gaem und Nan. Wir freuen uns sehr, uns hier von der intensiven Myanmar-Reise zu erholen. Nan kocht uns ein wunderbar leckeres Abendessen nach thailändischer Küche.

Sonntag, 26. März 2017

Heute werden Einkäufe getätigt und das Kamel wird gewachst. Es ist ein entspannter Tag, so wie ein Sonntag eben sein soll.

Mit der Familie von Nan essen wir ein thailändisches Barbecue. Preis für 10 Personen: 40 Franken.

 

Montag, 27. März 2017

Gemeinsam mit der Familie von Nan buchen wir ein Hausboot im nahegelegenen Sai Yok National Park. Unser Programm besteht aus Volley, Schwimmen und Wasserfall-Duschen. Nach einem leckeren, selbstgekochten Abendessen schlafen wir auf dem Boot.

 

Dienstag, 28. März 2017

Vom Nationalpark aus besuchen wir die berühmte Brücke über den Kwai. Die Reise ginge weiter nach Hua Hin, da es mir aber in Ban Rai so gefallen hat, beschliessen wir, dass ich noch einige Tage bei Stephan, Nan und Gäm bleibe, und Heinz schon allein vorfährt. Am Abend besuchen wir ein kleines, lokales Konzert und ich darf mit Nans 19 jährigem Sohn Jaimy und seinen Freunden zu Abend essen.

 

Mittwoch, 29. März 2017

Der Tag beginnt sportlich. Um 06:30 starte ich, mit Nans Schwester Mo, die hier alltägliche morgendlich Velotour. Später nimmt mich Jaimy mit auf den Bau. Sehr spannend zu sehen wie in Thailand gebaut wird. Und auch für die Einheimischen scheine ich spannend zu sein. Gibt wohl nicht alle Tage ein Europäer auf dem Bau.

Am Abend ist Karaoke angesagt. Immer zwei Lieder dürfen wir Schweizer wählen, dann wieder zwei die Thais. Wir haben extrem viel Spass. Auch die dreijährige Fufing singt mit Leidenschaft mit.

 

Donnerstag, 30. März 2017

Zum ersten Mal im Leben besuche ich eine Salzhöhle. Wir werden in Salz eingebuddelt und liegen 15 Minuten so. Die Kur ist sehr angenehm. Sie soll entspannend und muskellösend wirken und zudem macht sie die Haut extrem fein und geschmeidig.

Mit Stephans Hilfe bastle ich noch etwas an der redcamel Seite herum. Beim Abendessen werden wir von einem extrem starken Tropensturm überrascht. Ich darf im Regen mit dem Motorrad durch knöcheltiefes Wasser nach Hause fahren. Die kurze Fahrt bereitet mir extrem Vergnügen.

Ausserdem bekomme ich meinen ersten Lohn:

 

Freitag, 31. März 2017

Jaimy nimmt mich noch ein zweiten Mal mit auf den Bau. Für die Mauer um den Garten des Hauses müssen wir den Zement von Hand mischen und Kübel nach Kübel aufschütten. Ziemlich anstrengend aber eine sehr interessante Erfahrung. Auf dem Bau lerne ich die meisten Worte thailändisch.

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